WN Berichtet über Neuzugang für 1. Herren Regionalliga beim TSC, am 16
Münster - Da dürfte der Konkurrenz in der Volleyball-Regionalliga der Männer allmählich angst und bange werden. Nach Alexej Peters (Delbrück/2. Liga) und Ex-Nationalspieler Malte Hobschen (SCC Berlin/1. Liga) stellt sich in der kommenden Saison auch Jan Romund in den Dienst des TSC Münster. Der 26-Jährige wechselt vom Erstligisten VC Bottrop in das Volleyball-Zentrum Gievenbeck. Kommende Woche soll ein weiterer Zugang vorgestellt werden. Damit ist das Ziel des TSC dann auch schon umrissen: Es kann nur Aufstieg in die Zweite Bundesliga heißen. Bei seiner Vorstellung sprach Jan Romund gestern direkt Klartext. „Wenn wir mit diesem Kader nicht die Meisterschaft anvisieren würden, wäre das lächerlich.“
Die Verantwortlichen im TSC haben sich in den vergangenen Wochen sehr angestrengt, um das „Projekt Zweite Liga“ auf den Weg zu bringen. Mehrfach hat sie ihr gutes Netzwerk vorangebracht, manchmal haben sie schlicht und einfach Glück gehabt. Wie im Fall von Malte Hobschen, der in Münster eine Ausbildung zum Facharzt beginnt.
Bei Jan Romund lieferte der VC Bottrop die (Steil)Vorlage. Verhandlungen über einen neuen Vertrag zogen sich zäh hin, der Stammspieler fühlte sich nicht mehr wirklich wohl beim Erstligisten. Und genau in diesem Moment kam der TSC in Person von Trainer Peter Janotta und Sportleiter Jos Daniels ins Spiel. Beide müssen die richtigen Worte gefunden haben, jedenfalls nimmt der 2,02-Meter-Mann sehr gern Platz im großen Boot. „Das Konzept ist überzeugend, der Verein hat eine gute Perspektive. Gemeinsam können wir hier etwas bewegen“, so Romund. Gute Worte allein hätten vermutlich dennoch kaum gereicht, um den Spieler zu einem Engagement in der 3. Liga zu bewegen. Gewiss spielte auch der Standort Münster eine Rolle. „Münster ist seit sechs Jahren mein Lebensmittelpunkt. Ich wollte hier unbedingt bleiben“, sagte der Lehramts-Student. Im nächsten Schuljahr tritt er eine Vertretungslehrer-Stelle am Stein-Gymnasium an.
Bedenken, Romund könnte in der Regionalliga ein bisschen Dampf aus seinem Spiel nehmen, zerstreute der Modell-Athlet postwendend. „Mir gefällt die Art von Trainer Peter Janotta. Der sagt immer: ganz oder gar nicht. Das ist auch meine Einstellung. Ich trete hier garantiert nicht an, um mich auszuruhen.“
VON WILFRIED SPRENGER, MÜNSTER